Donnerstag, August 03, 2006

Laßt Israel den Krieg gewinnen
Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte am 19. 7. einen Artikel von Martin van Creveld, also noch vor der Bombardierung des Dorfes Kana im Libanon durch die israelische Armee. Van Creveld beschreibt eine Reaktion der "Weltöffentlichkeit" auf die Anwendung israelischer Gewalt, wie sie nach den Vorgängen von Kana auch genauso eingetreten ist:

Das Problem im Libanon ist nicht Israels "überzogener" Einsatz von Gewalt. Im Gegenteil, das eigentliche Problem könnte Israels extreme Abneigung sein, ein ausreichend hohes Maß an Gewalt einzusetzen, um diese Angelegenheit ein für allemal zu lösen. Ein Grund für diese Abneigung mag in der gut begründeten Angst liegen, dafür international verurteilt zu werden.


Aber diese Abneigung der israelischen Seite, ausreichend Gewalt anzuwenden, ist nicht folgenlos, wie es Charles Krauthammer in einem Kommentar beschreibt:

Israeli soldiers die so that Lebanese civilians will not, and who does the international community condemn for disregarding civilian life?


Wie Gus van Horn richtig feststellt, ist es die Moral des Altruismus, die von Israel eine Aufopferung seiner Soldaten und Zivilisten fordert. Diese Opfer werden von der Welt mit einem Achselzucken kommentiert, wo auf der anderen Seite tote libanesische Zivilisten mit einem großen Pathos Israel zugeschrieben werden, wo Israel in dieser Situtation doch nur seiner Verpflichtung nachgekommen ist, seine Bürger von barbarischen Angriffen zu schützen. Die einzige Verpflichtung, die die iraelische Regierung hat.

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